Ratgeber · Lokalspot-Report 03 · Google

Das Google Business Profil: der Eintrag, der lokale Suchen entscheidet.

Von Suna Derbel, Lokalspot St. Gallen · Juli 2026 · 9 Min. Lesezeit

Wer «Maler St. Gallen» googelt, sieht zuerst den Karten-Kasten mit drei Betrieben. Ob du dort auftauchst, entscheidet dein Google Business Profil: ein kostenloser Eintrag, den du in etwa einer Stunde vollständig einrichtest. Diese Anleitung führt dich durch alle Schritte, von der Beanspruchung bis zu den Bewertungen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Kostenlos: Das Profil kostet nichts. Anrufer, die Geld für die «Registrierung» wollen, sind Abzocker.
  • Sieben Schritte: Beanspruchen, Kategorie, Kontaktdaten, Öffnungszeiten, Leistungen, Fotos, Verifizierung. Rund eine Stunde Aufwand.
  • Der grösste Hebel: die richtige Hauptkategorie. Sie entscheidet, bei welchen Suchen du überhaupt in Frage kommst.
  • Danach zählen: Bewertungen, echte Fotos und ein gepflegtes Profil. Google zeigt Betriebe, die leben.
  • Häufigster Fehler: Der Eintrag existiert, aber niemand hat ihn je beansprucht. Dann steuert Google ihn, nicht du.

In diesem Report

  1. 01Warum der Kasten entscheidetLokale Suche in einer Minute erklärt
  2. 02Die sieben SchritteVom leeren Eintrag zum vollständigen Profil
  3. 03Die drei Hebel danachBewertungen, Fotos, Pflege
  4. 04Häufige FragenEhrliche Antworten

01Der Kasten

Der Karten-Kasten kommt vor deiner Website.

Bei Suchen wie «Garage Gossau» oder «Reinigung St. Gallen» zeigt Google zuerst die Karte mit drei Einträgen, erst darunter die normalen Ergebnisse. Diese drei Plätze bekommen den Grossteil der Klicks und Anrufe. Wer dort steht, bestimmt Google anhand von drei Faktoren: Relevanz (passt deine Kategorie zur Suche), Distanz (wie nah bist du am Suchenden) und Bekanntheit (Bewertungen, Vollständigkeit, Erwähnungen). Distanz kannst du nicht ändern. Die anderen beiden schon.

02Einrichten

Sieben Schritte zum vollständigen Profil.

Alles auf business.google.com, mit einem normalen Google-Konto. Nimm dir eine ruhige Stunde.

Schritt 1

Eintrag beanspruchen

Such deinen Betrieb auf Google Maps. Existiert er schon, klick «Inhaber dieses Unternehmens?» und übernimm ihn. Existiert er nicht, leg ihn auf business.google.com neu an.

Schritt 2

Hauptkategorie wählen

Der wichtigste Klick der ganzen Anleitung. Wähl die präziseste Kategorie, die es gibt: «Malergeschäft» statt «Dienstleistung», «Autowerkstatt» statt «Geschäft». Zusatzkategorien ergänzen, aber die Hauptkategorie entscheidet.

Schritt 3

Kontaktdaten exakt gleich

Name, Adresse, Telefonnummer: exakt so schreiben wie auf deiner Website, bis zum Strassenkürzel. Google vergleicht das, Abweichungen kosten Vertrauen.

Schritt 4

Öffnungszeiten pflegen

Auch Feiertage und Betriebsferien. Nichts ärgert Kundschaft mehr als «geöffnet» im Profil und eine verschlossene Tür vor Ort, und solche Erlebnisse enden als schlechte Bewertung.

Schritt 5

Leistungen eintragen

Liste konkret auf, was du anbietest: nicht «Malerarbeiten», sondern Fassade, Innenräume, Tapezieren, Spritzwerk. Jede Leistung ist eine Chance, bei einer Suche zu erscheinen.

Schritt 6

Echte Fotos hochladen

Werkstatt, Team, Arbeiten, Fahrzeuge: mit dem Handy gemacht ist völlig okay, Hauptsache echt. Stockfotos erkennt jeder, und Google mag sie auch nicht.

Schritt 7

Verifizieren

Google prüft, dass du wirklich der Betrieb bist: per Video, Telefon oder Postkarte. Erst danach ist das Profil vollständig unter deiner Kontrolle.

Person mit Fernglas blickt über ein Schweizer Tal

«Die meisten Einträge wurden nie beansprucht. Der Betrieb existiert auf Google, aber niemand steuert ihn.»

Suna Derbel · Outreach & Erstkontakt, Lokalspot

03Die Hebel

Eingerichtet ist die Pflicht. Das hier ist die Kür.

Das vollständige Profil bringt dich ins Rennen. Diese drei Hebel bringen dich in den Kasten.

Hebel 1

Bewertungen sammeln

Frag zufriedene Kundschaft direkt nach dem Auftrag, persönlich oder per Nachricht mit Link. Antworte auf jede Bewertung, auch auf die guten. Kontinuität schlägt Menge: lieber jede Woche eine als zwanzig auf einmal.

Hebel 2

Fotos nachlegen

Alle paar Wochen ein paar neue Bilder von echten Aufträgen. Das zeigt Google und deiner Kundschaft dasselbe: Dieser Betrieb arbeitet.

Hebel 3

Profil aktuell halten

Neue Leistung, neue Zeiten, Ferien: sofort nachführen. Ein verwaistes Profil rutscht ab, ein gepflegtes bleibt vorn.

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Im Paket Wirkung ist die komplette Profil-Einrichtung enthalten.

04Fragen

Häufige Fragen zum Business Profil.

Kostet das Google Business Profil etwas?

Nein, das Profil ist komplett kostenlos. Google verdient an Werbung, nicht am Eintrag. Wenn dich jemand anruft und Geld für die «Registrierung» deines Eintrags will, ist das ein Abzock-Anruf, auflegen.

Wie lange dauert es, bis mein Profil sichtbar ist?

Das Profil selbst erscheint nach der Verifizierung, die je nach Methode Minuten (Telefon, Video) bis etwa zwei Wochen (Postkarte) dauert. Bis Google dich im Karten-Kasten prominent zeigt, vergehen je nach Konkurrenz in deiner Region Wochen bis Monate, Pflege beschleunigt das.

Brauche ich eine Website für das Business Profil?

Nein, das Profil funktioniert auch allein. Aber beides zusammen wirkt stärker: Das Profil bringt dich in den Karten-Kasten, die Website macht aus dem Klick eine Anfrage. Google wertet eine verlinkte, gepflegte Website zudem als Vertrauenssignal.

Was mache ich mit einer schlechten Bewertung?

Ruhig und öffentlich antworten: kurz, sachlich, lösungsorientiert. Eine souveräne Antwort auf eine schlechte Bewertung überzeugt Mitlesende oft mehr als zehn Sterne. Löschen kannst du nur Bewertungen, die gegen Googles Richtlinien verstossen, das meldest du direkt im Profil.

Ich habe mehrere Standorte. Brauche ich mehrere Profile?

Ja, ein Profil pro Standort mit eigener Adresse und eigenen Öffnungszeiten. Wichtig ist, dass Name, Adresse und Telefonnummer überall exakt gleich geschrieben sind wie auf deiner Website.

Wer richtet das Profil ein, wenn ich keine Zeit habe?

Bei Lokalspot ist die Einrichtung ab dem Paket Wirkung enthalten: Kategorien, Leistungen, Fotos, Verknüpfung mit der Website. Die Bewertungen musst du dir trotzdem selbst verdienen, das kann dir niemand abnehmen, und gekaufte fliegen auf.

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